Rodeo der Cowboys

Rodeo der Cowboys


Rodeo, das in Europa auch Westernreiten genannt wird, stammt ursprünglich aus Südamerika und wird seit Mitte des 19. Jahrhunderts auch in Nordamerika ausgeübt. Heute gibt es weltweit zahlreiche Wettkämpfe, in denen Reiter ihr Können in verschiedenen Disziplinen unter Beweis stellen können. Ein besonderer Teil der Rodeoausrüstung ist die Gürtelschnalle, auch als Buckle bezeichnet.
 

Herkunft und Entwicklung


Den Ursprung von Rodeo findet man in Süd- und Mittelamerika, wo die „Vaqueros“, die spanisch-mexikanische Variante der amerikanischen Cowboys, diese Art des Reitens einsetzten, um Vieh zu unterschiedlichen Zwecken zusammenzutreiben oder wilde Pferde einzureiten. Somit war Rodeo zu Beginn eigentlich keine Sportart, sondern die tägliche Arbeit dieser Reiter. Nach und nach entwickelte sich Rodeo jedoch weiter und wurde bald als Show vor Publikum veranstaltet. Gleichzeitig kamen zusätzliche Disziplinen dazu, um die Veranstaltungen für die Zuschauer interessanter zu machen.
 

Ausrüstung: Handschuhe, Stiefel, Buckles


Rodeocowboys brauchen spezielles Equipment, das sich an der ursprünglichen Bekleidung und Ausrüstung der arbeitenden Vaqueros orientiert. Dazu gehören unter anderem Reitstiefel, Seile, Reiterwesten, Handschuhe, Buckles und Gürtelschnallen. Buckles sind Gürtelschnallen, die zu einem Wettkampf getragen werden. Professionelle Rodeoreiter besitzen mehr als nur eine dieser Gürtelschnallen. In den USA gibt es eigene Hersteller nur für Buckles und Gürtelschnallen, da sich viele Cowboys jeweils ein neues Buckle oder eine Gürtelschnalle für einen bestimmten Wettkampf anfertigen lassen. Die Gürtelschnalle eines Rodeoreiters ist oft nach dessen Wünschen verziert – das Buckle drückt oft aus, was ein Reiter bereits erreicht hat. Darüber hinaus soll die Gürtelschnalle oder das Buckle auch als eine Art Glücksbringer dienen.
 

Wettkämpfe


Vor allem in den Vereinigten Staaten und Kanada werden mehrmals jährlich Rodeos veranstaltet. In den USA gibt es Verbände professioneller Rodeo-Reiter, und zwar die Professional Rodeo Cowboys Association für Männer und die Women’s Professional Rodeo Association für Frauen. Der jährliche Showdown, das National Finals Rodeo, findet immer in Las Vegas statt. Auch in Deutschland hat Rodeo zahlreiche Anhänger. Weil die Tierschutzgesetze in Europa aber strenger sind als in Nordamerika, werden einige Disziplinen bei europäischen Wettkämpfen weggelassen. Rodeodisziplinen werden in zwei Kategorien eingeteilt, nämlich in Timed Events (Zeitbewerbe) und Roughstock Events (Punktebewerbe). Zu den Timed Events gehören unter anderem das Calf Roping und das Team Roping. In diesen beiden Bewerben geht es darum, ein Kalb oder ausgewachsenes Rind einzufangen. Weitere Timed Events sind beispielsweise das Barrel Racing und das Steer Wrestling. Zu den Roughstock Events gehören das Bronc Riding und das Bull Riding, bei dem es darum geht, Wildpferde oder Stiere zu bändigen.

Weitere nützliche Infos zu "Rodeo in Deutschland" erhaltet ihr hier.
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